WAL-Meeting
(Schweiz)

Informiert über Möglichkeiten & Ideen für autarkes Leben in der natürlichen Ökonomie & Ökologie.
Wege für neue Lebensformen und Themen, die das Gesicht der Welt positiv verändern könnten.

Probleme sind Aufgaben/Herausforderungen die gelöst werden können


Auf diesem Blog findet ihr allerlei Informationen, Ansätze, Idee, Visionen und viele praktische Beispiele um Wohnen-Arbeiten-Leben in natürlichen Kreisläufen gestalten zu können.

"Es ist auf der Welt nichts unmöglich, man muss nur die Mittel entdecken, mit denen es sich durchführen lässt."


"Wenn jeder kleine Mensch, viele kleine Schritte tut, so können sie das Gesicht der Welt verändern."
"WIR" schafft Wunder.




Donnerstag, 24. September 2009

Diese Erklärung und Zusammenfassung des jetzigen Zustandes ist kaum besser zu beschreiben, sie trifft die Ziele von WAL-Meeting genau.

Das greifbare Paradies
HURRA! Wir Bewohner dieses Planeten haben es geschafft uns soweit zu entwickeln, dass wir die glücklichsten Geschöpfe von Mutter Erde sein könnten:
Wir könnten für jeden die Grundbedürfnisse (Nahrungsmittel, Obdach, medizinische Versorgung etc.) nachhaltig und ohne übermäßige körperliche Anstrengung oder geistigen Stress zur Verfügung stellen.
Jeder könnte genug Freizeit und Geld haben um sich nach seinen Interessen und Begabungen zu entwickeln.

Die Realität
OOOPS! Anstatt die Schritte zu diesem möglichen NEULAND zu gehen, entfernen wir uns immer mehr davon und machen ALTLAND noch gefährlicher:
Die (vor allem nicht-materielle) Lebensqualität wird immer schlechter und die Zukunftsangst und Unzufriedenheit immer größer bzw. unsicherer.
Nebenbei haben wir gute Chancen unseren wunderschönen blauen Planeten so zu drangsalieren, dass wir außer den tausenden schon “besiegten” Arten uns selbst eliminieren.
Ein Außerirdischer auf Erdbesuch müsste denken unsere Spezies ist masochistisch veranlagt, da wir nicht durch “höhere Gewalt”, einen erzürnten Gott oder sonst etwas “Externes” zu unserem Unsinn getrieben werden, sondern dies alles FREIWILLIG tun!

Ein Lösungsweg
Das LEBEN können wir nicht ändern, dafür aber unsere Strukturen und Systeme! Dazu haben wir einen guten Lehrer: Die Natur lebt uns ein perfektes Management von komplexen Strukturen und Krisen seit Jahrmillionen vor, während uns z.B. die Finanzkrise (Systemkrise) vor Augen führt, welche Mängel in unseren Systemen innewohnen. Unser Gehirn, ein Fischschwarm oder ein Mischwald können sich optimal auf Veränderungen im Werden und Vergehen des Lebens anpassen.
Die Natur reagiert auf Krisen mit Kreativität, Innovation und beispielloser Flexibilität. Dies basiert auf Prinzipien wie Schwarmintelligenz und biokybernetischen Organisationsstrukturen und Evolutionsstrategien. Es gilt dies auf unsere Systeme zu übertragen um die problematische Steuerung von außen in eine Selbstregulierung zu überfuhren. Der Blutkreislauf von Neuland sind vernetzte, selbstorganisierte Strukturen, welche für das Leben da sind, anstatt dagegen. Wichtige Prinzipien sind auch die Arbeit in Kooperationen (Symbiose) sowie eine gesunde Konkurrenz, welche auf Vielfalt basiert und nicht Anpassungsfähiges aussortiert.

Der Weg
Kein Kampf “gegen”, sondern “für”: Es geht nicht darum gegen die Altland-Strukturen anzukämpfen. Das wäre verschwendete Energie. Altland ist nicht überlebensfähig, wird bei seinem Abschied aber noch einiges an Leid verursachen. Vielmehr sollte Altland immer weniger unterstützt werden und dafür immer mehr Aktivitäten in Neuland passieren. Es gibt bereits viele Neuland-Strukturen welche genutzt werden können.
Jetzt anfangen: Neuland ist noch sehr jung und benötigt Zeit und Energie um sich auszuprobieren und zu entwickeln. Deswegen ist es wichtig jetzt umzudenken und an Neuland zu bauen um immer mehr Tätigkeiten nach Neuland zu verlagern. Wenn Altland dann sein Fundament und seine Lebensgrundlage zerstört hat, sollten Neuland-Rettungsboote da sein, damit der Fall nicht zu tief wird.
Komplementarität: Man kann Altland-Strukturen nicht einfach ersetzen. Dafür ist unsere Gesellschaft viel zu “eingespielt” und abhängig. Neuland muss parallel ausprobiert und entwickelt werden. Wer weis denn vorher, ob Neuland wirklich “besser” ist?
Prinzipien: Um sich auszuprobieren, aus Fehlern lernen und sich anpassen zu können basieren Neuland-Projekte auf Vielfalt in überschaubaren Einheiten (Dezentralisierung), Selbstorganisation und Transparenz. Wenn ein System so organisiert wird, dass an einem Vorteil bzw. Gewinn des Gesamtsystems alle Individuen teilhaben können, dann wird jeder automatisch mehr für das Ganze (den Wald, die Politik, die Wirtschaft, die Umwelt…) tun. Es ist doch schöner Euros/ Franken aus einem gemeinsamen Erfolg zu verdienen anstatt daher, weil man so clever ist einem Anderen seine Euros/Franken wegzunehmen (mehr Kooperation im materiellen Bereich, Konkurrenz weiterhin im Ideelen-, Kunst- und Kulturbereich).

ein Vortrag von Andreas Claus über das Finanzsystem und seine Auswirkung


Vereinfachte Beispiele
Wirtschaft & Geld: Es besteht ein Geldmonopol. Eine optimale Steuerung kann nicht gewährleistet werden (aktuelle Finanzkrise, Zinsproblematik). Durch Globalisierung und unbeschränkten Devisenhandel können wirtschaftlich gesunde Regionen in Armut gestürzt werden. Durch Monopolbildungen wird gesunder Wettbewerb und faire Preise verhindert -> Neuland-Lösung durch Regionalgelder, Barterringe, Tauschringe, Genossenschaftsmodelle
Wissen: Über u.a. Patente und Lizenzen sichern sich wenige Großkonzerne Vorteile gegenüber dem Mittelstand und Selbständigen (z.B. Problematik Softwarepatente, Gen-Patente). Problematik groesstenteils einseitiger, Wissensvermittlung durch Pharmakonzerne im Gesundheitswesen. -> Neuland-Loesung durch “offenes Wissen” Wikipedia, Internet, freie Software, open Patents, open Streetmap etc.
Technologie: Veredlung bestimmter Produkte sind nur durch Großkonzerne mit teurer Hochtechnologie möglich. Dadurch besteht ein Abhängigkeitsverhältnis mit Preisvorgaben (z.B. Landwirtschaft, Erdöl). -> Lösung in Neuland durch mittlere Technologien wie Biomeiler, INGA-Fertiger (Hofmolkerei) etc.

Vollständiger Text zu diesem Beitrag bei www.nuevalandia.net/neuland

Betrachtet man die Möglichkeiten in der "neuen Medizin","freien Energie", "Regiogeld" sowie in der "Landwirtschaft" wird es klar, das etwas Grundlegendes geändert werden muss und auch geändert werden kann.

Die Philosophie der Permakultur
Permakultur Systemblume nach Bill Mollison
Permakultur ist mehr als Landwirtschaft, man kann es als Naturgesetz betrachten.

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